Datenschutz
Nachfolgend eine Checkliste um den Datenschutz zu gewährleisten. Zusammenfassung: Mitarbeiter aufmerksam machen auf den richtigen Umgang mit Geräten
1. Stellen Sie sicher, dass die Smartphones und Tablets die technischen Voraussetzungen, die von der IT-Abteilung gefordert werden, erfüllen.
2. Führen Sie unbedingt eine MDM-Lösung zur datenschutzkonformen Verwaltung der Geräte ein, falls noch nicht vorhanden.
3. Erklären Sie den Mitarbeitern, dass die IT-Administratoren im Notfall entfernt auf ihr Gerät zugreifen können, jedoch nur auf den abgeschotteten Bereich mit den geschäftlichen Daten. Die privaten Daten sind vor dem Zugriff seitens des Arbeitsgebers sicher.
4. Machen Sie den Mitarbeitern deutlich, dass sie das Handy mit einem Passwort schützen müssen.
5. Erklären Sie, dass das Endgerät lokalisiert werden kann, z.B. wenn es verloren ging oder gestohlen wurde. Dies funktioniert jedoch nur, wenn die Ortungsdienste für das Arbeitsprofil aktiviert sind (nur Android).
6. Erklären Sie ihnen außerdem, dass der geschäftliche Bereich – aber nicht der private Bereich - inklusive aller Apps und Daten von dem Gerät gelöscht werden kann (Partial Wipe). In keinem Fall werden private Daten, wie z.B. Bilder gelöscht.
7. Machen Sie deutlich, dass Sie als Arbeitgeber alle auf dem Endgerät installierten geschäftlichen Apps einsehen können. Aber dies ist ja auch bei allen anderen Firmenrechnern selbstverständlich der Fall.
8. Schärfen Sie Ihren Mitarbeitern ein, dass nur sie selbst, auf keinen Fall aber Familienmitglieder, Freunde oder andere Firmenfremde Zugriff auf den Bereich mit den Firmendaten haben dürfen.
9. Betonen Sie, wie wichtig es ist, dass das Gerät über das MDM verwaltet wird. Andernfalls besteht ein Sicherheitsrisiko für die Firma. Sie müssten sich dann vorbehalten, das Gerät zurückzufordern, bzw. die berufliche Nutzung des privaten Gerätes zu untersagen.
10. Weisen Sie darauf hin, dass die Mitarbeiter sich durch das Handy oder Tablet nicht verleiten lassen soll, die vorgeschriebene Regelarbeitszeit zu überschreiten.
11. Machen Sie dem Arbeitnehmer klar, dass er Ihnen den Verlust oder Defekt des Endgerätes unverzüglich mitteilen muss. Mit einer schnellen Reaktion im Verlustfall können Firmendaten verlässlich geschützt werden.
12. Empfehlen Sie dem Arbeitnehmer, in regelmäßigen Abständen Sicherungen des Endgeräts vorzunehmen.
13. Eigentlich selbstverständlich: Handelt es sich um ein Firmengerät, müssen alle sich auf dem Endgerät befindlichen geschäftlichen Daten ebenso wie das Endgerät selbst bei einer Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses oder auch bei Beendigung der Teilnahme an COPE/CYOD-Programm abgegeben werden. Auf BYOD-Geräten müssen in diesen Fällen alle geschäftlichen Daten gelöscht werden.
14. Bei der Nutzung von Apps sollten Sie sich mit dem Mitarbeiter verständigen. Sollen private Apps auch geschäftlich genutzt werden oder umgekehrt geschäftliche auch privat, dann müssen Sie die Lizenzbedingungen prüfen und Kosten gegebenenfalls untereinander aufteilen.
15. Der Arbeitnehmer sollte seine privaten Daten wie z.B. Kontakte, Fotos und Musik nicht im Zusammenhang mit seiner geschäftlichen Tätigkeit verwenden.
16. Anders herum dürfen Firmendaten, wie z.B. geschäftliche Kontakte, nicht in das private Adressbuch des Arbeitnehmers übernommen werden.
17. Falls das Gerät mit einem Firmenvertrag läuft, klären Sie mit dem Arbeitnehmer, dass die Roamingkosten bei der privaten Verwendung des Endgerätes im Nicht-EU-Ausland einen festgelegten Betrag, z.B. 50 Euro pro Monat, nicht übersteigen sollen.